Königsweg

Die an Kleparz beginnende, dann neben Barbakane und durch das Florianstor, Florian-Straße, Grodzka-Straβe bis zum Wawel führende Königsweg war seit Jahrhunderten der bekannteste und sehr belebte Krakauer Weg.
             
Ganz am Anfang der Straβe befindet sich bemerkenswerte St.-Florian-Kirche, die schon seit dem 12. Jahrhundert an dieser Stelle steht, also seit die Reliquie des Heiligen nach Polen eingeführt wurde. Der Weg führt weiter durch den reichenden Jan Matejko Platz, an dem sich ein riesiges Denkmal befindet, das die für Polen und Litauen siegreichen Schlacht bei Tannenberg (1410) unvergesslich macht. Bei demselben Platz gibt es die Krakauer Akademie der Künste, die die älteste Kunsthochschule in Polen ist. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass ihr erster Direktor ein berühmter Maler, Jan Matejko war. Gleich daneben befindet sich der bekannteste Krakauer Marktplatz, so genannter “Stary Kleparz‘‘, wo man schon im 15. Jahrhundert mit Getreide und Zuchttiere handelte.
             
Die Königsweg führt weiter an der Barbakane vorbei, die eine der am besten erhaltenen Verteidigungsgebäuden in Europa ist und nach dem Vorbild der europäischen und arabischen Fortifikationen gebaut wurde. Die Barbakane wahrte die Stadt dank ihrer drei Meter dicken Mauer, sieben Türmchen und 130 Schieβscharten, die in vier Etagen aufgestellt wurden. Das Ganze war von einem mit Wasser gefüllten Graben umgeben.

Gleich hinter der Barbakane befindet sich das Florianstor, das einzige, das von acht einst die Stadt umgegebene Toren überstand. Dieser Haupteingang zu der Stadt ist auf einer Seite mit einem von Matejko entworfenen Adler und auf der anderen Seite mit einer St. Floriansfigur bezeichnet. Die Floriańska-Straβe entstand bereits im 13. Jahrhundert und war über die allen Jahre eine der ständig überfüllten Straβen in Krakau. Man wird auf das Haus mit Nummer 48 aufmerksam, denn hier wohnte und arbeitete der berühmte Maler, Jan Matejko.

Die Floriańska-Straβe führt zum Hauptmarktplatz, dem gröβten Platz des mittelalterlichen Europas. An dem besonderen Ort pulsiert das Leben Tag und Nacht. In einer seiner Ecken befindet sich die noch vor der Lokalisation der Stadt gebaute Marienkirche mit ihrem wertvollsten Denkmal - Hochaltar von Veit Stoß. Für den ältesten Tempel der Stadt hält man dennoch das unweit, am Ende der Grodzka-Straβe stehende St. Adalbert-Kirchlein, das in der jetzigen Form an der Wende des 11. Jahrhunderts an der Stelle des ehemaligen hölzernen Kirchlein errichtet wurde.

Der Hauptpunkt des Marktplatzes sind seit Jahrhunderten die Tuchhallen, die einstmals aus zwei Reihen steinerner Stände bestanden, dann wurden sie zu einer Einheit verbunden und mit einem Dach bedeckt. So wie früher sind die Tuchhallen den Platz des Handels,  das Hauptprodukt änderte sich jedoch und statt Tuchballen, kauft man hier heutzutage Souvernirs.
             
Der Überrest des ehemaligen Krakauer Rathauses ist der 70 Meter hohe Rathausturm. Er ist etwas gebeugt und mit einer riesigen Uhr bekrönt.  
             
Die Grodzka-Straβe entlang bis zum Wawel-Hügel zugehend, lässt sich die älteste barocke Kirche in Krakau, die St.-Peter-und-Paul-Kirche, nicht übersehen. An der Umzäunung vor ihrem Eingang sieht man die Skulpturen der zwölf Apostel. Es ist bemerkenswert, dass eine alternative Gasse, die parallel zu der Grodzka-Straβe zum Wawel führt, ist die Kanonicza-Straβe, Ort mit einer besonderen Geschichte. Die Straβe bewohnten so bekannte Persönlichkeiten, wie Nikolaus Kopernikus, Johannes Longinus, Stanisław Wyspiański oder Karol Wojtyła, der spätere Papst Johannes Paul II.

Wednesday, 23 May 2018
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